Trumps Zölle und Lateinamerika: Brasilien und Mexiko planen engere Zusammenarbeit

Trumps Zölle und Lateinamerika: Brasilien und Mexiko planen engere Zusammenarbeit

Brasília/Mexiko-Stadt. Die Präsident:innen von Brasilien und Mexiko, Luiz Inácio Lula da Silva und Claudia Sheinbaum, haben am 23. Juli in einem Telefonat vereinbart, enger zusammenzuarbeiten. Lula betont die Bedeutung einer Vertiefung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen angesichts der “derzeitigen Unsicherheiten”, wie es in der offiziellen Regierungserklärung heißt.

André Vieira, Korrespondent von Telesur in Brasilien, bezieht dies auf die “wirtschaftlichen Erpressungsversuche” der USA, denen sich beide Länder ausgesetzt sehen. Mitte Juli hat US-Präsident Donald Trump Mexiko Strafzölle in Höhe von 30 Prozent als Reaktion auf den Fentanyl-Schmuggel aus dem südlichen Nachbarland angekündigt. Dabei haben selbst US-Behörden zugegeben, dass es Fortschritte bei der Eindämmung des illegalen Handels mit dem synthetischen Opioid gegeben hat.

Brasilien hingegen hat Trump Zölle in Höhe von 50 Prozent angedroht. Der Grund ist die von Trump so bezeichnete “Hexenjagd” gegen Brasiliens Expräsident Jair Bolsonaro, der derzeit wegen eines gescheiterten Putschversuchs angeklagt ist (amerika21 berichtete).

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Brasilien und Mexiko sind die mit Abstand größten Volkswirtschaften in Lateinamerika. Ihre Beiträge zum Bruttoinlandsprodukt der Region belaufen sich auf 38 beziehungsweise 23 Prozent. Die geplante Ausweitung ihres bestehenden Handelsabkommens ist daher von regionaler Bedeutung.

Im Rahmen ihres Telefonats hoben Lula und Sheinbaum Pharmazeutik, Landwirtschaft, Treibstoffe, Luft- und Raumfahrt sowie Innovation und Bildung als strategische Bereiche ihrer Zusammenarbeit hervor. Um darüber zu verhandeln, soll Brasiliens Vizepräsident Geraldo Alckmin Ende August gemeinsam mit weiteren Minister:innen und einer Wirtschaftsdelegation nach Mexiko reisen.

Im Bereich der Landwirtschaft haben sich die Länder gerade erst angenähert. Am Dienstag hat Mexikos Landwirtschaftsminister Julio Berdegué Sacristán bestätigt, dass Brasilien in Zukunft den Import mexikanischer Avocados zulassen wird. Für Mexiko stellt die Öffnung des brasilianischen Marktes mit seinen 200 Millionen Konsument:innen einen wichtigen Schritt dar, um unabhängiger von den USA zu werden. Die Frucht ist eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte des Landes, Hunderttausende Arbeitsplätze hängen davon ab. Im vergangenen Jahr nahm Mexiko mit den Avocado-Exporten 3,8 Mrd. US-Dollar ein. Rund 80 Prozent der Lieferungen gingen in die Vereinigten Staaten.

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